Mitarbeitergewinnung

    ZFA finden: So gewinnen Zahnarztpraxen wieder Bewerbungen

    6. August 20266 Min. Lesezeit

    Sechs Monate und länger bleibt eine ZFA-Stelle in manchen Regionen Deutschlands inzwischen unbesetzt. Wer schon einmal eine Anzeige auf einem großen Jobportal geschaltet hat, kennt den Ablauf: Die Anzeige läuft vier Wochen, kostet mehrere hundert Euro, und am Ende liegen zwei Bewerbungen im Postfach, von denen keine ins Team passt. Viele Praxisinhaber schließen daraus, dass es in ihrer Region schlicht keine Fachkräfte mehr gibt. Unsere Arbeit mit Zahnarztpraxen seit 2018 zeigt ein anderes Bild: Sie können auch heute eine ZFA finden, wenn Ihre Praxis dort sichtbar wird, wo wechselbereite Fachkräfte ihre Zeit tatsächlich verbringen.

    In diesem Artikel erfahren Sie, warum klassische Stellenanzeigen so wenig Rücklauf bringen, wo wechselwillige ZFA heute erreichbar sind und welche Schritte Praxen gehen, die ihre Stellen innerhalb weniger Wochen besetzen.

    Warum Stellenanzeigen beim ZFA finden kaum noch funktionieren

    Jobportale erreichen ausschließlich Menschen, die aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Genau hier liegt das Problem: Die große Mehrheit der ZFA in Deutschland ist angestellt und sucht gar nicht. Eine Fachkraft, die mit ihren Arbeitszeiten oder dem Klima im Team unzufrieden ist, kündigt selten von heute auf morgen, und ihre Abende verbringt sie auch nicht auf Stepstone oder Indeed. Sie bleibt erst einmal, wo sie ist.

    Der Kreis der aktiv Suchenden ist entsprechend klein. Um diesen kleinen Kreis konkurrieren gleichzeitig alle Praxen, MVZ und Kieferorthopäden Ihrer Region, oft mit nahezu identischen Anzeigentexten. Ihre Stellenanzeige verschwindet in einer Liste von Angeboten, die sich für die Leserin kaum voneinander unterscheiden. Der geringe Rücklauf ist die logische Folge eines Kanals, den die eigentliche Zielgruppe nie zu sehen bekommt.

    Wechselbereit heißt nicht suchend: Wo ZFA wirklich erreichbar sind

    Eine ZFA, die über einen Wechsel nachdenkt, scrollt abends durch Instagram, Facebook oder TikTok. Dort verbringt sie täglich Zeit, ganz unabhängig davon, ob sie gerade auf Stellensuche ist. Und dort entscheidet sich heute, welche Praxis als Arbeitgeber überhaupt wahrgenommen wird.

    Anzeigen in sozialen Netzwerken lassen sich nach Region und Berufsfeld aussteuern. Ihre Praxis erscheint damit im Feed von Fachkräften im Umkreis, bevor diese je ein Jobportal geöffnet haben. Der Unterschied zur klassischen Anzeige liegt im Zeitpunkt: Sie erreichen die ZFA bereits in dem Moment, in dem der Gedanke an einen Wechsel entsteht. Bis dieselbe Fachkraft von sich aus ein Jobportal öffnet, vergehen oft Monate. Aus diesem Grund setzen wir bei der Mitarbeitergewinnung für Zahnarztpraxen seit Jahren auf Social-Media-Kampagnen.

    Was wechselbereite ZFA sehen wollen, bevor sie sich bewerben

    Wer gerade angestellt ist, bewirbt sich nur, wenn das Angebot spürbar besser aussieht als die aktuelle Stelle. Vier Dinge prüft eine wechselbereite ZFA, bevor sie ein Bewerbungsformular ausfüllt:

    • Echte Einblicke. Zeigt die Praxis ihr tatsächliches Team, die Räume, den Alltag? Ein kurzes Video aus der Praxis sagt mehr über das Arbeitsklima als jeder Anzeigentext. Gekaufte Symbolbilder erkennen Fachkräfte sofort.
    • Konkrete Arbeitszeiten. Formulierungen wie „flexible Arbeitszeiten" bleiben wirkungslos. Eine Angabe wie „freitags ab 14 Uhr frei, keine Samstage" gibt der Leserin ein Bild, das sie mit ihrer aktuellen Situation vergleichen kann.
    • Ein Gehalt, mit dem sie sich verbessert. Sie müssen keine Zahl in die Anzeige schreiben. Das Signal, dass Gehalt offen und fair besprochen wird, muss aber erkennbar sein, denn eine wechselnde ZFA geht dieses Risiko nur ein, wenn sich der Schritt für sie lohnt.
    • Ein Team, in dem sie ankommen kann. Der häufigste Wechselgrund ist das Umfeld, seltener der Beruf selbst. Beiträge, in denen das bestehende Team zu Wort kommt, beantworten die wichtigste unausgesprochene Frage: Wie fühlt es sich an, hier zu arbeiten?

    Der Bewerbungsprozess: Wo Praxen die meisten Bewerberinnen verlieren

    Viele Praxen verlieren Interessentinnen erst nach dem Klick auf die Anzeige. Ein Formular, das Lebenslauf und Anschreiben verlangt, beendet den Prozess in den meisten Fällen sofort, denn die Bewerbung passiert am Handy, abends auf dem Sofa. Praxen mit gutem Rücklauf arbeiten mit kurzen Formularen, die sich in zwei bis drei Minuten ausfüllen lassen. Alles Weitere lässt sich im Gespräch klären.

    Genauso entscheidend ist die Reaktionszeit. Eine Bewerberin, die am Sonntagabend ihr Formular abschickt und bis Donnerstag nichts hört, hat innerlich abgeschlossen oder bereits woanders zugesagt. Ein Anruf oder eine persönliche Nachricht innerhalb von 24 Stunden erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass aus der Bewerbung ein Gespräch wird.

    Wie schnell lässt sich eine ZFA-Stelle besetzen?

    Die Dauer hängt von Region, Gehaltsniveau und der Sichtbarkeit Ihrer Praxis ab. Ein realistischer Rahmen aus unseren Projekten: Erste Bewerbungen kommen häufig innerhalb der ersten Woche nach Kampagnenstart, die Besetzung folgt je nach Auswahlprozess nach zwei bis sechs Wochen. Das Dentalzentrum Essen, ein Kunde von uns, hat seine ZFA-Stelle mit diesem Vorgehen innerhalb von 14 Tagen besetzt.

    Wichtig ist die Reihenfolge. Erst wird das Arbeitgeberprofil geklärt, also Arbeitszeiten, Gehaltsrahmen und das, was Ihre Praxis von den Nachbarpraxen unterscheidet. Dann startet die Kampagne, und parallel wird der Bewerbungsprozess auf Geschwindigkeit gebracht. Praxen, die alle drei Schritte gehen, besetzen ihre Stellen planbar und ohne monatelange Hängepartie.

    Häufige Fragen zum Thema ZFA finden

    Funktioniert Social-Media-Recruiting auch in ländlichen Regionen?

    Ja, gerade dort. In ländlichen Regionen gibt es weniger konkurrierende Praxen, und eine regional ausgesteuerte Kampagne deckt den gesamten Einzugsbereich ab, aus dem Ihre Mitarbeiterinnen ohnehin pendeln. Entscheidend ist, dass der Anzeigenradius zur tatsächlichen Fahrbereitschaft passt, in der Regel 20 bis 30 Minuten Fahrzeit.

    Braucht meine Praxis dafür ein eigenes Instagram-Profil?

    Ein gepflegtes Profil hilft, weil Bewerberinnen dort nachschauen, es ist aber keine Voraussetzung. Recruiting-Kampagnen laufen als Anzeigen und funktionieren auch ohne täglichen Content. Wie ein Praxisprofil aufgebaut wird, das Patienten und Bewerberinnen gleichermaßen überzeugt, lesen Sie in unserem Leitfaden zu Social Media für Zahnarztpraxen.

    Was kostet es, eine ZFA über Social Media zu finden?

    Die Kosten setzen sich aus Werbebudget und Umsetzung zusammen und variieren je nach Region. Zum Vergleich lohnt die Gegenrechnung: Eine unbesetzte Stelle kostet jeden Monat entgangene Behandlungstermine, Überstunden im Team und oft wiederholte Portalanzeigen ohne Ergebnis. Eine konkrete Einschätzung für Ihre Situation erhalten Sie in unserer kostenlosen Potenzialanalyse.

    Der nächste Schritt für Ihre Praxis

    Wenn Ihre Stellenanzeige seit Monaten offen ist, lohnt sich der Wechsel des Kanals mehr als jede weitere Überarbeitung des Anzeigentextes. Als Wachstumspartner für Zahnarztpraxen bauen wir seit 2018 Recruiting-Kampagnen, die wechselbereite ZFA erreichen, bevor diese je ein Jobportal öffnen. Auf unserer Seite zur Mitarbeitergewinnung sehen Sie, wie die Wunsch-Bewerber-Methode im Detail funktioniert. Und wenn Sie wissen möchten, was in Ihrer Region realistisch ist, beantwortet die kostenlose Potenzialanalyse genau diese Frage.

    B

    Bravo Media Team

    Wir sind Bravo Media – Ihr Partner für erfolgreiches Praxismarketing. Mit maßgeschneiderten Strategien helfen wir Zahnarztpraxen dabei, die richtigen Patienten und Mitarbeiter zu gewinnen.

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