Privatpatienten
0Kurz erklärt: Patienten mit privater Krankenversicherung.
Was bedeutet Privatpatienten?
Privatpatienten sind Patienten, die privat krankenversichert sind oder zahnärztliche Leistungen als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Für Zahnarztpraxen sind sie wirtschaftlich attraktiv, weil die Abrechnung nach GOZ höhere Honorare erlaubt und viele Leistungen ohne die Budgetgrenzen der gesetzlichen Versorgung geplant werden können.
In Deutschland ist nur rund jeder zehnte Versicherte privat versichert, entsprechend umkämpft ist diese Gruppe. Dazu kommen gesetzlich Versicherte mit hoher Zahlungsbereitschaft, die ästhetische oder hochwertige prothetische Leistungen selbst bezahlen. Beide Gruppen wählen ihre Praxis bewusster aus, achten auf Außenauftritt, Service und wahrgenommene Kompetenz und vergleichen vor der Entscheidung intensiver, zum Beispiel über Google-Bewertungen und die Praxiswebsite.
Welche Vorteile bringt ein höherer Privatpatientenanteil?
Ein höherer Anteil an Privat- und Selbstzahlerleistungen macht Ihre Praxis unabhängiger von Budgetierung und Punktwerten. Derselbe Behandlungsplatz erwirtschaftet mit hochwertiger Prothetik oder einer ästhetischen Versorgung ein Mehrfaches einer reinen Kassenleistung. Gleichzeitig steigt die Planbarkeit, weil Selbstzahlerleistungen aktiv vermarktet werden können, etwa über gezieltes Ästhetik-Marketing. Das höhere Honorar bringt allerdings eine Erwartung mit: kurze Wartezeiten und flexible Termine, dazu eine Praxisatmosphäre, die zum Anspruch passt.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- 1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe präzise. Privatpatienten sind kein einheitlicher Block, der Beamte mit Beihilfe hat andere Erwartungen als die Unternehmerin mit Volltarif.
- 2. Bringen Sie Ihren Außenauftritt auf das Niveau Ihrer Leistungen. Eine Praxis, die hochwertige Prothetik anbietet, braucht eine Website, die das auch ausstrahlt.
- 3. Machen Sie Selbstzahlerleistungen auf eigenen Unterseiten mit Preisrahmen und Beispielen sichtbar, lange bevor das erste Beratungsgespräch stattfindet.
- 4. Prüfen Sie Ihre Servicekette vom ersten Anruf bis zur Nachsorge, denn bei dieser Patientenakquise zählt der Gesamteindruck über alle Kontaktpunkte.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Positionierung auf hochwertige Prothetik
Eine Praxis richtet Website, Fotos und Inhalte konsequent auf hochwertigen Zahnersatz aus und zeigt Behandlungsabläufe transparent mit Preisrahmen. Der Anteil privat abgerechneter Leistungen wächst über mehrere Quartale, während die Zahl der reinen Schmerzpatienten aus Portalen abnimmt.
2Service als Entscheidungsfaktor
Eine Privatpatientin vergleicht drei Praxen und entscheidet sich für die einzige mit Online-Terminbuchung, kurzer Wartezeit und persönlicher Terminbestätigung. Die Behandlung selbst hätte jede der drei Praxen leisten können, den Ausschlag gab der Gesamteindruck vor dem ersten Besuch.
Wunschpatienten erreichen
Gezielte Strategien für mehr Privatpatienten und Implantologie-Anfragen.
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