Employer Branding
0Kurz erklärt: Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke, um qualifizierte ZFA, ZMF, Prophylaxe-Assistenten oder Zahnärzte für Ihre Praxis zu gewinnen.
Was bedeutet Employer Branding?
Employer Branding bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Ihre Praxis ihre Arbeitgebermarke gezielt aufbaut und nach außen sichtbar macht. Das Ziel: Fachkräfte sollen Ihre Praxis als attraktiven Arbeitsplatz kennen, bevor überhaupt eine Stelle frei ist. Die Arbeitgebermarke beschreibt das Bild, Employer Branding ist die aktive Arbeit daran.
Der Unterschied zur klassischen Personalsuche liegt im Zeithorizont. Eine Stellenanzeige wirkt punktuell für einige Wochen, Employer Branding baut über Monate einen Vorsprung auf, der bei jeder künftigen Besetzung greift. Im Fachkräftemangel bewerben sich viele ZFA gar nicht mehr aktiv, sie werden auf Praxen aufmerksam, denen sie ohnehin schon folgen. Instagram und TikTok sind dafür die wichtigsten Kanäle. Dort entstehen Einblicke in Team und Alltag, die keine Anzeige leisten kann.
Wie funktioniert Employer Branding in der Zahnarztpraxis?
Die Basis ist eine ehrliche Antwort auf die Frage, warum jemand bei Ihnen arbeiten sollte. Darauf bauen drei Ebenen auf. Die erste ist Ihr Fundament aus Karriereseite, gepflegten Bewertungen und klar benannten Benefits. Die zweite ist regelmäßiger Content als fester Teil in Ihrem Social Media Marketing, etwa ein Mitarbeiter-Testimonial im Videoformat oder Einblicke aus dem Praxisalltag. Die dritte Ebene ist das Erlebnis im Bewerbungsprozess selbst, denn jede Candidate Journey bestätigt das aufgebaute Bild oder zerstört es.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- 1. Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme Ihrer Außenwirkung. Der Arbeitgebercheck bewertet Ihre Praxis in wenigen Minuten aus Bewerbersicht.
- 2. Legen Sie zwei bis drei Kernbotschaften fest, die belegbar stimmen, zum Beispiel freie Freitagnachmittage, ein festes jährliches Fortbildungsbudget oder digitale Abläufe ohne Zettelwirtschaft.
- 3. Produzieren Sie regelmäßig Team-Content, ein kurzes Video pro Woche reicht für den Anfang. Wie das neben dem laufenden Praxisbetrieb funktioniert, zeigen wir auf unserer Seite zum Social-Media-Auftritt für Praxen.
- 4. Binden Sie Ihr Team ein: Mitarbeiterinnen, die gern vor der Kamera stehen, wirken glaubwürdiger als jede Hochglanzproduktion.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Praxis-Account als Bewerbungsquelle
Eine Praxis postet über ein Jahr hinweg wöchentlich Team-Einblicke auf Instagram. Als eine Stelle frei wird, reicht ein einziger Story-Aufruf: Mehrere Bewerbungen kommen von Followerinnen, die die Praxis längst kennen und den Alltag dort realistisch einschätzen können.
2Kernbotschaften mit Beleg
Eine Praxis wirbt mit familienfreundlichen Arbeitszeiten und hinterlegt das konkret: Dienstpläne stehen vier Wochen im Voraus fest, Tauschwünsche laufen über eine App. Im Vorstellungsgespräch nennen Bewerberinnen genau diese Punkte als Grund, warum die Anzeige glaubwürdig wirkte.
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