Fachkräftemangel
0Kurz erklärt: Der Mangel an qualifizierten ZFA, ZMF und Zahnärzten auf dem Arbeitsmarkt. Erfordert kreative Recruiting-Strategien.
Was bedeutet Fachkräftemangel?
Der Fachkräftemangel beschreibt die wachsende Lücke zwischen offenen Stellen und qualifizierten Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt. In Zahnarztpraxen trifft er vor allem den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten: Die Bundesagentur für Arbeit führt die ZFA seit Jahren als Engpassberuf, und viele Praxen suchen inzwischen sechs Monate oder länger, bis eine Stelle besetzt ist.
Dahinter stecken mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Die Zahl der Ausbildungsabsolventen sinkt, ein Teil der ausgebildeten ZFA wechselt nach wenigen Jahren in andere Branchen, und die geburtenstarken Jahrgänge verlassen nach und nach den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig steigt der Behandlungsbedarf, weil Patienten älter werden und mehr Prophylaxe nachfragen.
Warum ist das wichtig für Ihre Praxis?
Eine unbesetzte ZFA-Stelle ist mehr als ein organisatorisches Ärgernis. Wenn ein Behandlungszimmer wegen fehlender Assistenz leer steht, entgehen einer durchschnittlichen Praxis schnell mehrere tausend Euro Umsatz im Monat. Dieser Schaden hat einen Namen: Vakanzkosten. Wie hoch er in Ihrer Praxis ausfällt, können Sie mit unserem Vakanzkosten-Rechner in wenigen Minuten beziffern. Dazu kommt die Belastung des bestehenden Teams: Wer dauerhaft Überstunden auffängt, denkt selbst irgendwann über einen Wechsel nach, und aus einer offenen Stelle werden zwei.
Der Fachkräftemangel ist dabei vor allem ein Verteilungsproblem. Auch in angespannten Regionen wechseln ZFA ihren Arbeitgeber, sie entscheiden sich nur genauer, wohin. Praxen mit einer sichtbaren Arbeitgebermarke und einem schnellen Bewerbungsprozess gewinnen diese Kandidatinnen, während Praxen ohne Sichtbarkeit auf klassische Stellenanzeigen warten.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- 1. Machen Sie Ihre Praxis als Arbeitgeber sichtbar, bevor Sie dringend suchen. Employer Branding wirkt über Monate und sorgt dafür, dass Bewerber Ihre Praxis bereits kennen, wenn die Stelle frei wird. Eine erste Standortbestimmung liefert Ihnen unser Arbeitgebercheck.
- 2. Verkürzen Sie Ihren Bewerbungsprozess radikal. Eine Bewerbung per Handy in unter drei Minuten und eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden entscheiden häufig darüber, ob eine Kandidatin überhaupt zum Gespräch erscheint.
- 3. Sprechen Sie Wechselwillige aktiv an. Über Active Sourcing und Social-Media-Kampagnen erreichen Sie auch ZFA, die auf keinem Jobportal unterwegs sind. Das ist der deutlich größere Teil des Marktes.
- 4. Halten Sie Ihr bestehendes Team. Mitarbeiterbindung ist der günstigste Hebel gegen den Fachkräftemangel, denn jede verhinderte Kündigung erspart Ihnen Monate an Suche und Einarbeitung.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Landpraxis findet ZFA über Instagram statt Zeitungsanzeige
Eine Einzelpraxis auf dem Land sucht acht Monate lang per Zeitungsannonce und Jobbörse, ohne eine einzige qualifizierte Bewerbung zu erhalten. Nach dem Start einer Instagram-Kampagne mit echten Team-Einblicken melden sich innerhalb von vier Wochen mehrere Kandidatinnen aus dem Umkreis, zwei davon kommen zum Probearbeiten.
2Stadtpraxis halbiert die Zeit bis zur Einstellung
Eine Praxis mit drei Behandlern ersetzt das klassische Anschreiben durch eine mobile Kurzbewerbung mit fünf Fragen und antwortet auf jede Bewerbung innerhalb von 24 Stunden. Die Zeit von der Ausschreibung bis zur Vertragsunterschrift sinkt dadurch von rund vier Monaten auf unter acht Wochen.
ZFA-Stellen schneller besetzen
Mit Social Recruiting finden Sie qualifizierte Mitarbeiter - auch wenn der Markt leer scheint.
Zur Mitarbeitergewinnung