Arbeitgebermarke
0Kurz erklärt: Das Image eines Unternehmens als Arbeitgeber.
Was bedeutet Arbeitgebermarke?
Die Arbeitgebermarke ist das Bild, das aktuelle und potenzielle Mitarbeiter von Ihrer Praxis als Arbeitgeber haben. Sie entsteht aus allem, was Menschen über das Arbeiten bei Ihnen wahrnehmen: aus Bewerbungsgesprächen, Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter, Ihrem Instagram-Auftritt und dem, was Ihr Team im Bekanntenkreis erzählt. Employer Branding ist der aktive Prozess, mit dem Sie dieses Bild gezielt gestalten.
Jede Praxis hat bereits eine Arbeitgebermarke, auch ohne je daran gearbeitet zu haben. Die Frage ist nur, wer das Bild prägt. Im Fachkräftemangel entscheidet genau dieses Bild darüber, ob sich eine ZFA auf Ihre Anzeige bewirbt oder auf die der Praxis zwei Straßen weiter. Bewerberinnen prüfen vor dem ersten Anruf fast immer drei Dinge: Ihre Website, Ihr Social-Media-Profil und Ihre Bewertungen.
Warum ist das wichtig für Ihre Praxis?
Eine starke Arbeitgebermarke senkt Ihre Kosten pro Einstellung, weil mehr Bewerbungen ohne bezahlte Anzeigen eingehen und Empfehlungen aus dem Team zunehmen. Sie wirkt auch nach innen: Wer stolz auf seinen Arbeitsplatz ist, bleibt länger, was die Fluktuation senkt und teure Neubesetzungen vermeidet. In unserer Arbeit mit über 150 Zahnarztpraxen seit 2018 sehen wir immer wieder, dass Praxen mit gepflegtem Arbeitgeberauftritt auf dieselbe Stellenausschreibung ein Mehrfaches an Bewerbungen bekommen.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- 1. Machen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme: Googeln Sie Ihre Praxis aus Sicht einer Bewerberin, lesen Sie die Bewertungen und schauen Sie sich Ihr Instagram-Profil an. Der Arbeitgebercheck liefert Ihnen dafür in wenigen Minuten eine strukturierte Einschätzung.
- 2. Definieren Sie zwei bis drei Punkte, die das Arbeiten bei Ihnen wirklich besonders machen, etwa geregelte Arbeitszeiten, ein festes Fortbildungsbudget oder die Vier-Tage-Woche. Diese Punkte gehören auf Ihre Karriereseite und in jede Stellenausschreibung.
- 3. Zeigen Sie Ihr Team regelmäßig auf Social Media. Ein authentisches Mitarbeiter-Testimonial überzeugt Bewerberinnen stärker als jede Formulierung vom Chef.
- 4. Kümmern Sie sich um Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter auf Google und kununu: Antworten Sie sachlich, bedanken Sie sich für berechtigte Kritik und leiten Sie daraus interne Verbesserungen ab.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Bewerberin prüft vor dem Anruf
Eine ZFA sieht die Anzeige einer Praxis, googelt den Namen und findet eine veraltete Website ohne Teamfotos sowie eine unbeantwortete Zwei-Sterne-Bewertung einer früheren Mitarbeiterin. Sie ruft dort nie an und bewirbt sich bei einer Praxis, deren Instagram-Profil wöchentlich Einblicke ins Team zeigt.
2Karriereseite mit klaren Aussagen
Eine Praxis stellt Teamfotos, konkrete Benefits und einen Bewerbungsweg mit drei Feldern auf eine eigene Karriereseite. In den folgenden Monaten gehen mehrere Initiativbewerbungen ein, obwohl gerade keine Stelle ausgeschrieben ist.
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