Benefits
0Kurz erklärt: Zusatzleistungen wie Fortbildungen, flexible Arbeitszeiten oder Gesundheitsangebote, die Ihre Praxis als Arbeitgeber attraktiv machen.
Was bedeutet Benefits?
Benefits sind Zusatzleistungen, die Ihre Praxis Mitarbeitern über das Gehalt hinaus bietet. Dazu zählen etwa Fahrtkostenzuschüsse, betriebliche Altersvorsorge, Fortbildungsbudgets, zusätzliche Urlaubstage oder Arbeitszeitmodelle wie die Vier-Tage-Woche. Gerade im Fachkräftemangel sind Benefits ein zentrales Argument, mit dem sich Praxen im Wettbewerb um ZFA und ZMP unterscheiden.
Beim Gehalt bewegen sich viele Praxen in einem engen Rahmen, den Tarifempfehlungen und regionale Vergleichswerte setzen. Benefits geben Ihnen zusätzlichen Spielraum: Ein steuerfreier Sachbezug von 50 Euro im Monat, ein Jobticket oder ein bezahlter Fortbildungstag kosten planbar wenig und sind im Alltag deutlich spürbar. Ein faires Grundgehalt bleibt trotzdem die Basis, denn Zusatzleistungen gleichen eine Bezahlung unter Marktniveau auf Dauer nie aus. Was in Ihrer Region marktüblich ist, prüfen Sie mit dem ZFA-Gehaltsrechner.
Welche Vorteile bringen Benefits Ihrer Praxis?
Richtig gewählte Benefits wirken an zwei Stellen. Bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter machen sie Ihre Stellenausschreibung konkreter und glaubwürdiger als Floskeln wie ein nettes Team. Bei bestehenden Mitarbeitern stärken sie die Mitarbeiterbindung und senken die Fluktuation. Ein Wechsel zur Nachbarpraxis hätte dann spürbare Nachteile. Entscheidend ist die Passung zum Leben Ihres Teams: Eine alleinerziehende Mutter gewinnt durch verlässliche Dienstpläne mehr als durch einen Obstkorb.
Tipps für Ihre Praxis:
- 1. Fragen Sie Ihr Team, bevor Sie investieren. Eine kurze anonyme Umfrage mit fünf Optionen zeigt Ihnen, ob Fahrtkostenzuschuss, Kita-Zuschuss oder ein zusätzlicher Urlaubstag am meisten zieht.
- 2. Nutzen Sie steuerfreie und pauschal versteuerte Bausteine wie Sachbezug, Jobticket oder betriebliche Altersvorsorge. Ihr Steuerberater rechnet Ihnen in einer Stunde durch, was davon netto beim Team ankommt.
- 3. Kommunizieren Sie Benefits sichtbar: auf der Karriereseite, in jeder Stellenausschreibung und im Vorstellungsgespräch mit konkreten Zahlen.
- 4. Prüfen Sie einmal im Jahr in den Mitarbeitergesprächen, ob Ihre Benefits noch zur Lebenssituation des Teams passen, und tauschen Sie aus, was niemand nutzt.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Vier-Tage-Woche als Wechselgrund
Eine Praxis stellt auf eine Vier-Tage-Woche bei angepassten Öffnungszeiten um und nennt das prominent in ihren Stellenanzeigen. In den folgenden Bewerbungsgesprächen nennt die Mehrheit der Kandidatinnen genau diesen Punkt als Auslöser für die Bewerbung.
2Fortbildungsbudget mit klarer Zusage
Eine Praxis gibt jeder Mitarbeiterin ein festes jährliches Fortbildungsbudget plus zwei bezahlte Fortbildungstage. Zwei ZFA starten daraufhin die Aufstiegsfortbildung zur ZMP und übernehmen anschließend eigenständig die Prophylaxe, was der Praxis eine zusätzliche Umsatzsäule aufbaut.
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