Onboarding

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    Kurz erklärt: Der strukturierte Einarbeitungsprozess neuer Mitarbeiter. Ein gutes Onboarding reduziert Fluktuation und steigert die Zufriedenheit.

    Was bedeutet Onboarding?

    Onboarding bezeichnet die strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiter, von der Vertragsunterschrift bis zum Ende der ersten Monate. In der Zahnarztpraxis gehören dazu die fachliche Einarbeitung am Stuhl, der Umgang mit der Praxissoftware, Hygiene- und Abrechnungsabläufe sowie das Ankommen im Team.

    Die kritische Phase beginnt früher, als viele denken. Zwischen Zusage und erstem Arbeitstag liegen durch Kündigungsfristen oft vier bis zwölf Wochen. Wer in dieser Zeit nichts von der neuen Praxis hört, wird empfänglich für ein Gegenangebot des alten Arbeitgebers. Nach dem Start entscheiden dann die ersten Wochen darüber, ob jemand bleibt: Wer sich allein gelassen fühlt, kündigt häufig noch in der Probezeit, und das Recruiting beginnt von vorn. Aus Sicht der Candidate Journey ist das Onboarding die letzte Etappe der Bewerberreise und zugleich der Übergang in die Mitarbeiterbindung.

    Wie funktioniert gutes Onboarding?

    Bewährt hat sich eine Aufteilung in drei Phasen. Das Preboarding hält den Kontakt zwischen Zusage und erstem Tag, etwa mit einer Willkommensnachricht und den wichtigsten Infos zur ersten Woche. Die Orientierungsphase umfasst die ersten zwei Wochen mit festem Einarbeitungsplan und einer benannten Ansprechperson. In der Integrationsphase wächst die neue Kraft über zwei bis drei Monate in alle Abläufe hinein, begleitet von kurzen Feedbackgesprächen.

    Praktische Umsetzung:

    • 1. Schicken Sie zwischen Zusage und Start mindestens zwei Lebenszeichen, zum Beispiel einen Gruß vom Team und den Ablaufplan für die erste Woche.
    • 2. Erstellen Sie einen Einarbeitungsplan für die ersten 14 Tage mit festen Zuständigkeiten pro Thema, vom Röntgen bis zur Abrechnung.
    • 3. Benennen Sie eine Patin oder einen Paten aus dem Team für die Alltagsfragen, die niemand gern der Chefin stellt.
    • 4. Führen Sie nach zwei, sechs und zwölf Wochen ein kurzes Feedbackgespräch und fragen Sie konkret, was noch fehlt oder unklar ist.
    Ein durchdachtes Onboarding senkt die Fluktuation in der Probezeit und zahlt auf Ihre Arbeitgebermarke ein, weil neue Mitarbeiter ihre ersten Eindrücke im Kollegenkreis weitererzählen. Wie Sie davor die passenden Bewerber gewinnen, zeigt Ihnen unsere Seite zur Mitarbeitergewinnung für Zahnarztpraxen. Ob Ihre Praxis als Arbeitgeber überzeugt, verrät Ihnen der Arbeitgebercheck in wenigen Minuten.

    Beispiele aus der Zahnarztpraxis

    1Preboarding während der Kündigungsfrist

    Eine neue ZFA hat drei Monate Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber. Die Praxis schickt in dieser Zeit eine Willkommenskarte vom Team, lädt zur Weihnachtsfeier ein und klärt vorab die Wunscharbeitszeiten. Am ersten Arbeitstag kennt die neue Kollegin bereits die halbe Mannschaft.

    2Einarbeitungsplan mit Patensystem

    Für die ersten 14 Tage bekommt jede neue Kraft einen Plan, der pro Tag ein Thema und eine zuständige Kollegin festlegt, von der Sterilisation bis zur Terminvergabe. Nach zwei und nach sechs Wochen folgt ein Feedbackgespräch. Unklarheiten fallen so früh auf und nicht erst beim ersten Fehler in der Abrechnung.

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