Funnel
0Kurz erklärt: Der Weg vom ersten Kontakt bis zur gewünschten Aktion (Bewerbung/Termin). Visualisiert die verschiedenen Phasen der Interessentengewinnung.
Was bedeutet Funnel?
Ein Funnel beschreibt den Weg, den ein Mensch von der ersten Berührung mit Ihrer Praxis bis zur Terminbuchung oder Bewerbung geht. Das Bild vom Trichter passt, weil auf jeder Stufe Menschen abspringen: Von 1.000 Personen, die Ihre Anzeige sehen, klicken etwa 30, davon füllen 8 das Formular aus und 4 werden am Ende zu Terminen.
Für Zahnarztpraxen hat ein typischer Funnel vier Stufen. Eine Anzeige oder ein Beitrag erzeugt Aufmerksamkeit. Ein Klick führt auf eine Landingpage, die genau ein Angebot erklärt. Dort trägt sich der Besucher in ein kurzes Formular ein und wird damit zum Lead. Danach übernimmt Ihr Team und macht aus der Anfrage einen Termin. Dasselbe Prinzip trägt auch im Recruiting, nur dass am Ende ein Bewerbungsgespräch statt einer Behandlung steht.
Warum ist das wichtig für Ihre Praxis?
Weil Sie ohne Funnel-Denken nicht sehen, an welcher Stelle Sie Interessenten verlieren. Klicken 100 Menschen und nur 2 fragen an, liegt das Problem auf der Seite. Fragen 20 an und nur 3 erscheinen zum Termin, hakt es bei der Nachverfolgung. Jede Stufe hat ihre eigene Kennzahl, und erst die Kombination zeigt Ihnen den echten Engpass. Die Conversion Rate jeder einzelnen Stufe ist dabei Ihr wichtigstes Werkzeug, ergänzt um Retargeting für alle, die abgesprungen sind, bevor sie das Formular abgeschickt haben.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- 1. Zeichnen Sie Ihren aktuellen Weg vom ersten Kontakt bis zum Termin auf und schreiben Sie an jede Stufe die Zahlen der letzten 30 Tage.
- 2. Optimieren Sie immer die schwächste Stufe zuerst. Eine bessere Anzeige bringt nichts, wenn die Seite dahinter die Besucher verliert.
- 3. Rufen Sie neue Anfragen innerhalb weniger Stunden zurück. Zwischen Anfrage und Erstkontakt entscheidet sich, ob aus einem Lead ein Patient wird, denn viele Interessenten fragen parallel bei mehreren Praxen an.
- 4. Führen Sie Besucher nach dem Absenden auf eine eigene Thank-You-Page und kündigen Sie dort den nächsten Schritt an. Das senkt die Zahl der Nichterscheiner spürbar.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Engpass auf der zweiten Stufe
Eine Praxis wundert sich über teure Anfragen, obwohl die Anzeigen gut klicken. Die Auswertung zeigt: Von 400 Klicks im Monat füllen nur 6 Personen das Formular aus, weil es zwölf Pflichtfelder hat. Nach der Kürzung auf vier Felder verdreifacht sich die Zahl der Anfragen bei gleichem Werbebudget.
2Recruiting-Funnel für eine ZFA-Stelle
Eine Anzeige mit Teamvideo führt auf eine Karriereseite mit Kurzbewerbung in unter zwei Minuten. Interessierte hinterlassen nur Name, Nummer und Wunschposition, das Bewerbungsgespräch wird telefonisch vereinbart. So entsteht ein messbarer Weg von der Anzeige bis zur Einstellung.
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