ZMF

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    Kurz erklärt: Zahnmedizinische Fachassistentin.

    Was bedeutet ZMF?

    ZMF steht für Zahnmedizinische Fachassistentin, eine Aufstiegsfortbildung für ausgebildete ZFA. Sie umfasst je nach Zahnärztekammer rund 700 Unterrichtsstunden und verbindet erweiterte Behandlungsassistenz mit Prophylaxe, Praxisorganisation und der Anleitung von Auszubildenden. Damit ist die ZMF die umfassendste Fortbildungsstufe unterhalb der DH.

    Zur Einordnung hilft die Fortbildungsleiter des Berufs. Am Anfang steht die dreijährige Ausbildung zur ZFA. Danach folgen die Aufstiegsfortbildungen: die ZMP mit klarem Schwerpunkt auf Prophylaxe und rund 400 Stunden, die ZMF als breitere Qualifikation mit etwa 700 Stunden und schließlich die DH, die Dentalhygienikerin, als höchste Stufe, die meist auf ZMP oder ZMF aufbaut. Voraussetzungen für die ZMF sind in der Regel die abgeschlossene ZFA-Ausbildung, Berufserfahrung und ein aktueller Röntgennachweis.

    Was bedeutet eine ZMF für Ihre Praxis?

    Eine ZMF können Sie deutlich flexibler einsetzen als eine reine Prophylaxekraft. Sie übernimmt im Rahmen der delegierbaren Leistungen eigenständig Prophylaxebehandlungen, unterstützt bei anspruchsvoller Assistenz, leitet Auszubildende an und trägt Verantwortung in Bereichen wie Hygiene- oder Qualitätsmanagement. In wachsenden Praxen wird die ZMF dadurch oft zur Schaltstelle zwischen Behandlern und Team.

    Tipps für Ihre Praxis:

    • 1. Regeln Sie vor Beginn der Fortbildung schriftlich, wer die Kosten trägt, wie die Freistellung aussieht und welches Gehalt nach dem Abschluss gilt.
    • 2. Setzen Sie die Qualifikation danach auch wirklich ein. Wer 700 Stunden Fortbildung absolviert und anschließend nur Standardaufgaben bekommt, orientiert sich schnell zu einer anderen Praxis.
    • 3. Verankern Sie die ZMF sichtbar in Ihrer Prophylaxe, mit eigenen Sprechzeiten und einem Recall-System, das die Termine automatisch nachhält.
    • 4. Erwähnen Sie die Fortbildungskultur in Ihrer Außendarstellung. Entwicklungsmöglichkeiten gehören zu den überzeugendsten Argumenten im Recruiting.
    Die Förderung einer ZMF kostet Geld und Planungsaufwand, wirkt aber doppelt: Sie gewinnen Kompetenz für die Praxis und ein starkes Instrument der Mitarbeiterbindung, weil der Karriereweg in Ihrer Praxis stattfindet. Wo ZFA-Gehälter und Fortbildungssprünge in Ihrer Region liegen, zeigt Ihnen der ZFA-Gehaltsrechner. Wie Sie qualifizierte Kräfte überhaupt erst erreichen, lesen Sie auf unserer Seite zur Mitarbeitergewinnung für Zahnarztpraxen.

    Beispiele aus der Zahnarztpraxis

    1ZMF als Ausbildungsverantwortliche

    Eine Praxis mit drei Auszubildenden überträgt die Anleitung an ihre ZMF, inklusive einer festen wöchentlichen Lernzeit. Die Ausbildungsqualität steigt, die Behandler gewinnen Zeit am Stuhl und die Azubis haben eine feste Ansprechpartnerin für alle Fragen unterhalb der Chefebene.

    2Prophylaxe und Hygienemanagement in einer Hand

    Nach der Fortbildung übernimmt eine ZMF an drei Tagen die Prophylaxe und an einem Tag das Hygienemanagement samt Dokumentation. Die Praxis besteht die nächste Begehung ohne Beanstandung, und die Behandlungszimmer sind besser ausgelastet als vorher.

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