CPM
0Kurz erklärt: Cost per Mille - Kosten pro 1000 Impressionen.
Was bedeutet CPM?
CPM steht für Cost per Mille und bezeichnet die Kosten pro 1.000 Ausspielungen einer Anzeige, im Deutschen auch Tausend-Kontakt-Preis genannt. Jede einzelne Ausspielung zählt dabei als Impression. Liegt Ihr CPM bei 15 Euro, zahlen Sie 15 Euro dafür, dass Ihre Anzeige 1.000 Mal im Feed Ihrer Zielgruppe erscheint.
Für Ihre Praxis ist der CPM die Einkaufsgröße hinter jeder Werbekampagne auf Meta, Google oder TikTok. Er bestimmt, wie viel Sichtbarkeit Sie für Ihr Budget bekommen, bevor überhaupt jemand klickt. Der Wert schwankt stark: Eine eng eingegrenzte Recruiting-Zielgruppe aus ZFA in einer Großstadt ist im Einkauf teurer als eine breite Patienten-Zielgruppe im Umkreis von 20 Kilometern, weil mehr Werbetreibende um dieselben Menschen bieten. Auch die Jahreszeit spielt rein, im vierten Quartal treiben die Werbebudgets des Weihnachtsgeschäfts die Preise für alle nach oben.
Wie funktioniert die CPM-Abrechnung?
Sie legen den CPM nicht selbst fest. Meta und Google versteigern jede Ausspielung in einer Auktion, und Ihr tatsächlicher Preis ergibt sich aus Wettbewerb, Qualität Ihrer Anzeige und Größe der Zielgruppe. Ein Rechenbeispiel: Bei 500 Euro Monatsbudget und einem CPM von 12,50 Euro bekommen Sie 40.000 Ausspielungen. Halbiert sich der CPM durch ein besseres Creative, verdoppelt sich Ihre Sichtbarkeit ohne einen Euro Mehrkosten. Genau deshalb lohnt sich Arbeit am Anzeigenmaterial oft mehr als eine Budgeterhöhung.
Tipps für Ihre Praxis:
- 1. Bewerten Sie den CPM nie allein. Eine billige Ausspielung bringt nichts, wenn niemand klickt. Ziehen Sie immer die Kosten pro Anfrage hinzu, also den CPA oder die Kosten pro Lead.
- 2. Vergleichen Sie CPM-Werte nur innerhalb derselben Zielgruppe und Region. Ein Recruiting-CPM und ein Patienten-CPM sagen übereinander nichts aus.
- 3. Steigt Ihr CPM über zwei bis drei Wochen kontinuierlich, ist meist das Creative verbraucht. Neue Bilder oder Videos drücken den Preis häufig schneller als jede Einstellung im Werbekonto.
- 4. Planen Sie rückwärts: Wenn Sie wissen, wie viele Ausspielungen Sie im Schnitt für eine Anfrage brauchen, können Sie aus dem CPM Ihr nötiges Monatsbudget ableiten.
Beispiele aus der Zahnarztpraxis
1Patientenkampagne mit Budgetplanung
Eine Praxis plant 600 Euro Monatsbudget für eine Implantat-Kampagne im Umkreis von 20 Kilometern. Bei einem CPM von 12 Euro ergibt das 50.000 Ausspielungen im Monat, genug, um die lokale Zielgruppe mehrfach zu erreichen und verlässlich Anfragen zu erzeugen.
2Steigender CPM als Warnsignal
Nach sechs Wochen Laufzeit steigt der CPM einer Recruiting-Kampagne von 14 auf 22 Euro, weil die kleine ZFA-Zielgruppe die Anzeige schon zu oft gesehen hat. Die Praxis tauscht das Video aus und der Preis fällt innerhalb einer Woche wieder in den alten Bereich.
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